Dorn

Gefallener Engel

Dorn


Tiefer und tiefer fällt er, weiter und weiter fließt Blut 
Lauter und lauter schreit er, es stirbt, es stirbt seine Glut 

Sein Blut gerinnt, sein Herz schweigt 
Sein Kopf sich endlich zu Boden neigt 
Gebrochen in alle Ewigkeit 
Gebrochen ist er durch Neid 

Nun liegt er hier, in Gottes Werk, 
Hass und Tod begrüßt sein Menschenherz. 
Gefallen ist er für Menschlichkeit, 
Doch umgibt ihn Gottes Dunkelheit. 

Mein törichter Freund, so sieh doch ein: 
Betrogen wurdest du von deines Gleichen. 
Falsch ist die Welt und voller Leid. 
Sterblicher, deine Schönheit wird weichen. 

Leben wirst du in Einsamkeit, Bis die Zeit dich nimmt. 
Sterben wirst du in Dunkelheit, und Gott hat es bestimmt.