Gute Freunde sein heißt: da sein in Freud und in Leid. Als das Mädchen dann kam, war dazu keiner bereit. Dort im ewigen Eis da wo der Himmel beginnt, wollte er nur ein letztes Mal reden mit ihm. Was die Berge verschweigen weiß er nur allein und dort unten im Tal sah er Gesichter aus Stein. Wenn die Berge auch schweigen, er allein kam zurück, keiner glaubte ein Wort, weil Schreie in Wind unsterblich sind. Dieses Mädchen war schuld, sagte so mancher im Dorf keiner wollt ihr verzeih`n, irgendwann ging sie dann fort. Er schwor tausendmal schon: Ich hab nichts Böses getan. Was auch geschah, es bleibt ein Fluch ein Leben lang. Jahre gingen ins Tal. Ein Fremder fand den Brief, den sein Freund damals an das Mädchen schrieb: Ich will meinen Freund nicht verlieren. Was die Berge verschweigen...